Mit Checklisten der Bruchlandung vorbeugen

Sind Checklisten wirklich „ein alter Hut“?

Es war am 30. Oktober 1935. Und es ging um viel Geld.

Die US Army veranstaltete einen Flugwettbewerb zwischen Herstellern, die sich für den Auftrag für die nächste Generation Langstreckenbomber für das Militär beworben hatten.

Kein großer Wettbewerb und eigentlich stand der Sieger schon fest. Das Boeing Modell 299 hatte die bisherigen Konkurrenten ausgestochen. Die Maschine konnte fünf mal soviel Bomben tragen, wie die Armee verlangt hatte. Sie flog schneller als alle vorherigen Modelle und doppelt so weit. Der Flug wurde als reine Formsache betrachtet; die Army wollte mindestens 65 Flugzeuge bestellen.

Ein Journalist bezeichnete das Flugzeug als „die fliegende Festung“.

Die Maschine rollte zum Start

Sie war beeindruckend mit ihrer Spannweite von 32 Metern und den vier Triebwerken unter den Tragflächen. Das Flugzeug brauste die Startbahn entlang, hob sanft ab und stieg steil in den Himmel. In 100 Meter Höhe kam es zum Stillstand, neigte sich auf eine Seite und explodierte in einem Feuerball.

Zwei der fünf Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben, unter ihnen der Pilot.

Eine Untersuchung ergab, die Absturzursache war ein Pilotenfehler

Das neue Flugzeug war wesentlich komplexer als alle vorhergehenden. Der Pilot war so sehr mit der Steuerung beschäftigt, dass er einige wesentliche Handgriffe vergaß. Dies führte letztendlich zum Absturz.

Eine Zeitung schrieb damals, es sei „zu viel Flugzeug für einen Mann“.

Boeing verlor den Auftrag und ging beinahe bankrott.

Zu Testzwecken

kaufte die Army dennoch einige Maschinen und überließ diese ihren Testpiloten. Viele davon waren überzeugt, das Flugzeug sei trotz der Komplexität von einem normalen Piloten zu fliegen. Sie wussten nur noch nicht, wie.

Nach vielen Besprechungen präsentierten die Testpiloten

eine genial einfache Lösung:

Sie erstellten eine Checkliste für Piloten. Diese enthielt alle nötigen Handgriffe (in der richtigen Reihenfolge), die nötig waren, um das Flugzeug sicher zu fliegen.

Mit dieser Checkliste in den Händen flogen die Piloten anschließend eine Million Meilen ohne einen einzigen Unfall. Die Armee bestellte letztendlich fast 13.000 Flugzeuge und sicherte sich damit die Lufthoheit im Zweiten Weltkrieg.

Auch im Büro

gibt es viele komplexe Vorgänge, die mit Hilfe von Checklisten sicher und zuverlässig ausgeführt werden können.

Wie viele Checklisten gibt es in Ihrem Büro? Wenige? Keine?

Dann sind Sie “der Normalfall”. Oft werden Checklisten zwar genutzt, akribisch den zweiwöchigen Jahresurlaub zu planen. Doch die anderen 50 Wochen im Jahr, laufen eben “irgendwie so …”.

Der Erfolgsfaktor für Checklisten

ist nicht, diese zu kennen, oder von ihnen in einem Seminar gehört zu haben.

Unvergessen bleibt mir das Gespräch während der Seminarpause eines Selbstorga-Seminars in einem Versicherungskonzern.

Eine Führungskraft kam auf mich zu und sagte: “Herr Arndt, das was Sie da über Checklisten erzählen, ist ein alter Hut. Das habe ich schon vor 20 Jahren gehört.”

Hocherfreut, einen Gleichgesinnten gefunden zu haben, antwortete ich:

“Das ist ja toll. Mit wie vielen Checklisten arbeiten Sie inzwischen? Erstellen Sie auch jede Woche eine neue Checkliste, damit alle Arbeitsprozesse beschrieben sind? Haben Sie die beschriebenen Prozesse in Hauptgeschäfts- und Nebengeschäftsprozesse getrennt? Und wie verwalten Sie Ihre Checklistensammlung?

Statt einer Antwort drehte er sich kommentarlos um und ging von dannen.

Das Geheimnis jeder erfolgreichen Organisation

beginnt mit der Verwendung von Checklisten!

Veranstaltung

Mehr erfahren Sie auf unserem nächsten Seminar.

Dort zeigen wir Ihnen auch Unterlagen, die sonst sehr schwer zu bekommen sind. Mit aktuellen Original-Checklisten sehen Sie, wie Flugzeuge heute geflogen werden.

Download

In unserer Online-Bibliothek finden Sie demnächst eine „10-Schritte-Anleitung“ mit der Sie Ihr Business durch die Verwendung von Checklisten professionalisieren können.

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